Vier Tipps, wie Du bei Allergien besser schlafen kannst

Wenn im Frühling Blumen, Bäume, Gräser und andere Pflanzen in voller Blüte stehen, sind auch Pollen und zahlreiche andere Allergene (Stoffe, die eine Allergie auslösen können) in der Luft. Viele von uns haben aufgrund dieser luftgetragenen Partikel mit juckenden Augen und einer laufenden Nase zu kämpfen. Aber wusstest Du, dass Allergien auch den Schlaf beeinträchtigen können?

Die natürliche Abwehrreaktion des Körpers auf Allergene ist die Freisetzung von Histamin – eine chemische Reaktion, die verhindern soll, dass diese Fremdkörper in den Blutkreislauf gelangen. Der Körper setzt sich gegen diese Eindringlinge zur Wehr, aber leider meist auf Kosten unseres generellen Wohlbefindens. Juckende Augen, laufende Nase, das Postnasal-Drip-Syndrom (Schleim, der aus dem Nasen- in den Rachenraum läuft) oder Husten sind allesamt Allergiesymptome, die den Schlaf stören können.

Diese allgemeine Erkrankung, die auch als „allergische Rhinitis“ (AR) bezeichnet wird, beeinträchtigt Untersuchungen zufolge fast alle Aspekte des Schlafes.1 Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, diese Symptome zu mindern, sodass Du besser schlafen kannst und letztendlich eine höhere Lebensqualität hast!

So schläfst Du mit Allergien besser

  1. Begrenze die Zeit im Freien. Das jahreszeitlich bedingte Erblühen der Pflanzenwelt bringt viele luftgetragene Allergene mit sich. Versuche möglichst, den direkten Kontakt mit ihnen zu vermeiden. Wenn es anfängt zu grünen und in der Nachbarschaft häufiger Rasen gemäht wird, solltest Du diese Reizstoffe meiden, indem Du Dich eher in geschlossenen Räumen aufhältst. Halte Fenster und Türen geschlossen, um das Eindringen von Allergieauslösern in deine Wohnräume zu verringern. Beim Arbeiten im Freien kannst Du mit einer Staubmaske, Handschuhen und einer Sonnenbrille verhindern, dass Deine Augen, Deine Nase und Dein Hals mit Pollen in Kontakt kommen.
  2. Halte deinen Wohnraum sauber. Teppiche, Vorhänge und andere Textilien können ein Magnet für Staub, Tierhaare und andere Allergene sein. Denke daran, Deine Textilien regelmäßig abzustauben, abzusaugen und zu waschen. So kannst Du verhindern, dass Dein Zuhause übermäßig mit Allergenpartikeln belastet wird. Durch die Verwendung eines Luftreinigers kannst Du die negativen Auswirkungen von Staub und Hautschuppen sowie Haaren auf Deine Allergien noch weiter verringern.
  3. Wähle ein Antihistaminikum, das nicht müde macht. Antihistaminika sind Medikamente, die die Ausschüttung von Histamin im Körper drosseln. Viele rezeptfreie Produkte können die Reaktion Deines Körpers auf die Allergene effektiv abmildern. Nasensprays bieten zusätzliche Linderung zu Antihistaminika in Tablettenform. Konsultiere in jedem Fall Deinen Arzt oder Deine Ärztin und lies Dir die Packungsbeilagen gut durch, da Dich manche Antihistaminika müde machen können. Bei starken Allergien kann Dir Dein Arzt oder Deine Ärztin eine stärkere Behandlung verschreiben, wie z. B. monatliche Injektionen, mit denen die Resistenz Deines Körpers gegen bestimmte Allergene aufgebaut wird.
  4. Plane voraus. Sobald Dein Körper Allergenen ausgesetzt ist und auf diese Reize reagiert, ist es schwer, die Symptome zu reduzieren. Wenn Du weißt, dass Du Dich in einer Umgebung mit einer starken Pollenbelastung aufhalten wirst, solltest Du vorher ein Antihistaminikum einnehmen. Wenn Deine Allergien besonders ausgeprägt sind, kannst Du dies in der schlimmsten Zeit der Allergiesaison in Deine tägliche Routine integrieren. Viele Medikamente wirken 24 Stunden lang und helfen so den ganzen Tag über. Sprich immer mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin, bevor Du ein neues Medikament einnimmst.

Glücklicherweise sollte der Pollenflug mit Beginn des Sommers zurückgehen und damit wahrscheinlich auch Deine Allergien. Aber in der Zwischenzeit können Dir diese vier Tricks helfen, Dich besser zu fühlen, damit Du den Schlaf bekommst, den Du brauchst.

Schlaf gut!

Quellen:
  1. Léger D, Annesi-Maesano I, Carat F, Rugina M, Chanal I, Pribil C, El Hasnaoui A, Bousquet J. (2006). Allergic rhinitis and its consequences on quality of sleep: An unexplored area. Arch Intern Med. Sep 18; 166 (16): 1744–8. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16983053/ [zuletzt besucht am 16.05.2022].